Infektion/Verlauf

Verlauf einer Mycoplasmeninfektion

 

Die erheblichen wirtschaftlichen Schäden der Enzootischen Pneumonie erfordern konsequente Bekämpfungsmaßnahmen. Um die Folgen einer M.hyo Infektion sowohl in gesundheitlicher als auch betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu reduzieren, hat sich die Impfung in den vergangenen Jahren als Mittel der Wahl etabliert. Sie schützt vor klinischen und wirtschaftlichen Schäden, eine Infektion wird allerdings nicht verhindert.
In einer Reihe von wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch den Einsatz von herkömmlichen Mycoplasmenimpfstoffen (2-Shot-Vakzinen) bereits eine durchschnittliche Verbesserung der Tageszunahme um 21 Gramm erzielt werden kann, beim Einsatz des DEPOT-1-Shot Impfstoffes in einem Feldversuch zusätzlich nochmals 25,34 g/Tag. Auch die Zahl erkrankter Lungen konnte durch eine Impfung um 10-49 % gesenkt werden.
Das Prinzip der Impfung
Das Prinzip der Impfung besteht darin, dass das Tier auf den Ernstfall (Infektion) vorbereitet wird. Der Impfstoff enthält den Erreger (Antigen) entweder in abgeschwächter, lebender Form (Lebendimpfstoff) oder in inaktivierter Form (Totimpfstoff). Das Immunsystem bemerkt den Erreger und löst beim Tier eine Immunantwort aus, das Impfantigen simuliert also eine Infektion. Dadurch wird beim Tier eine aktive Immunisierung erreicht. Bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger kann die Immunantwort gezielt und schnell erfolgen.
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