Der Erreger Mycoplasma hyopneumoniae Mycoplasma hyopneumoniae (M.hyo) gilt weltweit als einer der bedeutendsten Erreger in der Schweineproduktion. Durch Mycoplasmen hervorgerufene Atemwegserkrankungen sind in Deutschland nach wie vor eine ernstzunehmende Krankheit. Bevor man in Deutschland mit der nahezu flächendeckenden Impfung gegen Mycoplasmen begann, wiesen zwischen 60 und 90% der geschlachteten Schweine Lungenveränderungen auf, die Folge einer respiratorischen Erkrankung waren. Die Impfung gegen Mycoplasmen ist mittlerweile fester Bestandteil in fast allen Ferkelerzeugerbetrieben geworden und schützt vor den wirtschaftlichen Folgen der Infektion.
M.hyo wurde erstmals 1965 als wichtigster Erreger der Enzootischen Pneumonie (EP), auch bekannt als Ferkelgrippe, beschrieben. Mit einer Größe von 0,1-0,3 µm gehört er in die Klasse der kleinsten zur selbständigen Vermehrung fähigen Organismen. M.hyo ist ein Parasit der Zelloberfläche mit einem besonderen Bestreben zur Anheftung an das Lungengewebe (Affinität). Bisher konnte der Erreger nur bei Schweinen nachgewiesen werden. Er besitzt somit eine hohe Wirtsspezifität. |
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