Grundsätzlich kann keine Impfung - auch nicht die bisher auf dem Markt erhältlichen 2-Shot Impfungen - eine Mycoplasmeninfektion verhindern. Vermindert werden aber gesundheitliche und damit auch wirtschaftliche Schäden der Infektion durch eine erhöhte körpereigene Abwehr. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen findet eine relevante Infektion - also eine Infektion, die in der Folge auch zur Erkrankung der Tiere führt - erst ab der 9. Lebenswoche statt (Ende Flatdeck). In den ersten Lebenswochen sind die Ferkel i.d.R. durch maternale Antikörper geschützt, so dass die frühe Impfung in der ersten Lebenswoche nicht notwendig ist. Bei Ferkeln mit hohem maternalen Antikörperspiegel kann durch die frühe Erstimpfung sogar die Bildung von Impfantikörpern reduziert sein, weil das Impfantigen durch die maternalen Antikörper abgefangen wird und somit die optimale Wirkung der Impfung beeinträchtigt werden kann.
Das Ferkel benötigt nach der Impfung ca. 3 Wochen, um einen wirksamen Impfschutz aufzubauen. Der optimale Impfzeitpunkt liegt somit um die 4. Lebenswoche. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die maternalen Antikörper kaum noch vorhanden, so dass die Bildung von Impfantikörpern nicht beeinträchtigt wird. |